Gegenangebot
Ist der Arbeitgeber erst einmal über die Motivation des Angestellten informiert, wird er dessen Loyalität zukünftig in Frage stellen. Mitarbeiter, die direkt oder indirekt mit Kündigung oder besseren Angeboten drohen, gelten als unprofessionelle „Window Shopper“.
Für zukünftige interne Entwicklungsmöglichkeiten wird die Einschätzung der Loyalität der Mitarbeiter immer eine große Rolle spielen.
Werden die Zeiten schwieriger, wird Loyalität als Kriterium kritisch hinterfragt.
Kommt es zu Entlassungen, sind Mitarbeiter, an deren Loyalität gezweifelt wird, zuerst betroffen.
Gegenangebote schmeicheln, bedeuten aber genau genommen meist nur, dass die Arbeitsleistung sich für das Unternehmen verteuert.
Woher kommt das Geld für das Gegenangebot? Handelt es sich dabei um eine vorgezogene Gehaltserhöhung?
Der Arbeitgeber fängt meist sofort an, nach günstigeren Alternativen zu suchen.
Die Gründe, die heute für einen Wechsel sprechen, werden auch in der Zukunft wieder auftauchen.
Die meisten Personen, die auf ein Gegenangebot eingehen, kündigen das Arbeitsverhältnis in den nächsten 6 Monaten selbst oder der Vertrag wird vom Unternehmen gekündigt. Die Statistik zeigt, dass das Arbeitsverhältnis in 6 Monaten wahrscheinlich nicht mehr bestehen wird.
Spricht sich die Kündigungsabsicht erst einmal herum, wird auch das Verhältnis zu den Kollegen und Mitarbeitern wesentlich schwieriger.
Was ist das für ein Unternehmen, indem man erst mit der Kündigung drohen muss, um seine Rechte und verdienten Ansprüche durchzusetzen?









